IPv6 Konfiguration Windows Server Core

Als ich eben die Konfiguration von IPv6 in einem Server von Hetzner durchführen wollte stollperte ich darüber, dass das New-NetIPAddress Comandlet einen Fehler warf. In dem wies es mich darauf hin, es sei nicht möglich ein Default Gateway zu verwenden welches außerhalb des konfirurierten IP bereiches liegt.

Das Klingt erst einmal nachvollziehbar, steht aber der Tatsache im Wege eine so genannte Link-Local Adresse als Gateway zu verwenden.

Fehlermeldung beim Einrichten der IPv6 Adresse

Da in der Dokumentation von Hetzner explizit darauf hingewießen wird, man solle fe80::1 als Gateway verwenden und auch das Internet einig darüber scheint es dem gleich zu tun wird als nächstes das Windows Admin Center befragt.

Da aber auch das Windows Admin Center mit spannenden Fehlern um sich wirft und die Konfiguration von IPv6 sich damit nicht bewerkstelligen lässt bleibt nur noch der Griff zur guten alten netsh.

Anlegen einer neuen IPv6 Adresse mit netsh

netsh interface ipv6 add address "Hetzner" 2a01:4f8:13b:3008::2

Zu der neu angelegten Adresse müssen noch die DNS Server angegeben werden:

netsh interface ipv6 add dnsserver "Hetzner" 2a01:4f8:0:1::add:1010 index=1
netsh interface ipv6 add dnsserver "Hetzner" 2a01:4f8:0:1::add:9999 index=2

Zu guter Letzt fehlt nur noch das Gateway:

netsh interface ipv6 add route ::/0 "Hetzner" fe80::1

Hat man alles richtig gemacht sollte in Etwa folgendes Ergebnis zu erielen sein:

PS C:\WINDOWS\system32> Get-NetIPConfiguration


InterfaceAlias       : Hetzner
InterfaceIndex       : 4
InterfaceDescription : Intel(R) I210 Gigabit Network Connection
NetProfile.Name      : Network
IPv6Address          : 2a01:4f8:13b:3008::2
IPv4Address          : 94.130.140.55
IPv6DefaultGateway   : fe80::1
IPv4DefaultGateway   : 94.130.140.1
DNSServer            : 2a01:4f8:0:1::add:1010
                       2a01:4f8:0:1::add:9999
                       213.133.98.98
                       213.133.99.99
                       213.133.100.100

Fazit

Warum die Konfiguration mit dem PowerShell Comandlet fehl schlägt kann ich derzeit leider noch nicht sagen, aber ich werde da weiter dranbleiben. Der hier aufgezeigte Weg stellt eine funktionierende Alternative dar und hat, soweit ich das bewerten kann, keine Nebenwirkungen.

Quellen

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